Das Projekt SEKMA

Hintergrund & Ziele

SEKMA steht für die ganzheitliche Digitalisierung und Verzahnung der Gesundheits- und Organisationsprozesse zwischen stationärem und ambulanten Sektor. Dies führt zu einer strukturierten Versorgungskontinuität innerhalb der Versorgungsregion: Die Überleitungszeit und Informationsqualität für Behandler und Patienten wird medizinisch und pflegerisch optimiert.

Initiiert durch das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift und gefördert durch den Versorgungssicherungsfond des Landes Schleswig-Holstein startete das Projekt SEKMA am 2. Oktober 2019 in Reinbek mit Vertreterinnen und Vertretern der Projekt-Beteiligten.

SEKMA Projektauftakt (Oktober 2019)

Finanzierung

SEKMA ist ein Förderprojekt des Versorgungssicherungsfonds des Landes Schleswig-Holstein und wird im Projektzeitraum 1. Oktober 2019 bis 20. September 2022 mit 489.525,00 Euro unterstützt. Antragsteller ist das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift, Herzogtum Lauenburg, Kreis Stormarn.

Übersicht der Förderprojekte (Land Schleswig-Holstein)

Projekthistorie

Das Ergebnis

SEKMA schafft Mehrwerte

SEKMA nimmt das Entlassmangements in allen Sektoren zugleich in den Blick und betrachtet die vorliegenden prozessualen, organisatorischen und technischen Stukturen, Herausforderungen und Chancen. SEKMA nutzt bestehende Systeme und schafft durch clevere Vernetzung einen effizienten Workflow im Bereich des Entlassmanagements. So entstehen dank SEKMA Mehrwerte im Sinne der bestmöglichen Versorgung von Patientinnen und Patienten.

Passgenaue Vermittlung
Unkomplizierte Identifikation des richtigen (Nach-)Behandlers für die weitere Behandlung nach der Entlassung - das passende „Match“
Einfache Datenübergabe
Bereitstellung aller wichtigen Informationen rund um die Versorgung des Patienten – der Patient steht dabei im Mittelpunkt (Patient Journey)
Persönlicher Austausch
Schnelle gemeinsame Beratung mit allen Beteiligten bei Entscheidungen zur eventuellen weiteren Behandlung

Kurz gesagt

Projektbeteiligte im Interview

In kurzen Videos für die gematik (Nationale Agentur für digitale Medizin) erklären SEKMA-Beteiligte, was bei ihrem Innovationsprojekt im Fokus steht - und wie KIM (Kommunikation im Medizinwesen) das sichere Entlassmanagement dabei unterstützt.

Besuch des Gesundheitsministers

Im Januar 2020 überreichte der damalige Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) symbolisch die Fördersumme von knapp 490.000,- Euro des Landes Schleswig-Holstein an die Beteiligten des Projekts SEKMA.

Q&A
Questions & Answers

SEKMA ist ein Strukturmodell, das Arbeits- und Organisationprozesse in der ambulanten und stationären Nachversorgung optimiert, indem es alle beteiligten Partner effektiv und effizient digital vernetzt, um so Patienten die bestmögliche Versorgungsqualität zu bieten.

SEKMA ist damit das erste Strukturmodell für ein digitalisiertes Entlassmanagement, das den Patienten in den Mittelpunkt stellt und sektorenübergreifend die gesamte Prozesskette in den Blick nimmt.

SEKMA erhöht die Versorgungsqualität für die Patienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus und spart zugleich Ressourcen (zeitlich & finanziell) bei allen beteiligten Sektoren (Krankenhaus, niedergelassene Ärzte, Pflegeeinrichtungen).

Dank SEKMA kann die komplette Nachversorgung bis zur eventuell wieder notwendigen Klinikaufnahme eines Patienten digital verwaltet werden. SEKMA liefert auch über das Entlassmanagement hinaus ein Beispiel dafür, wie die gesetzlich vorgeschriebenen digitalen Komponenten der Telematikinfrastruktur (TI) effizient genutzt werden können.

SEKMA berücksichtigt folgende drei Perspektiven: Organisation, Prozesse und Technik.

Im ersten Schritt (Organisatorische Perspektive) werden alle relevanten Stakeholder identifiziert und an Bord geholt. Hier geht es um die Zusicherung zur Kooperation unter vereinbarten Bedingungen sowie datenrechtliche Absicherungen. Es werden verbindliche Rahmenverträge mit den Kooperationspartnern und Software-Dienstleistern geschlossen.

Im zweiten Schritt (Prozessuale Perspektive) werden die aktuelle Versorgungslage und alle Prozesse des kompletten Behandlungsablaufs erarbeitet – in multidisziplinärer Zusammenarbeit mit allen Stakeholdern. Die Analyse der Ist-Prozesse und die Erhebung der Bedarfe liefern die Basis für die Entwicklung des optimalen Soll-Prozesses.

Im dritten Schritt (Technische Perspektive) werden die Soll-Prozesse mit den relevanten Stakeholdern digitalisiert. Dazu werden Anforderungen in Form eines Lastenheftes ermittelt und existierende Produkte und Softwarelieferanten am Markt evaluiert. Es werden Produkt gewählt, die den Anforderungen des Projekts sowie der Stakeholder entsprechen.

SEKMA etabliert standardisierte Prozesse, die durch die Digitalisierung zu beschleunigten Organisationsabläufen (Datenaustausch) im Entlassmanagement führen.

Dank SEKMA kann der Faktor "Patient" aus der Administration des Entlassmanagements genommen werden – er ist damit nicht mehr alleiniger Überbringer der Informationen und potenzieller Risikofaktor für eine gelungene Nachsorge. Die lückenlose digitale Informationskette minimiert zugleich Fehlerquellen in allen Bereichen.

Die Datenhaltung erfolgt wie zuvor auch dezentral und datenschutzkonform in (unterschiedlichen) Systemen der beteiligten Sektoren.

SEKMA auch für andere Krankenhäuser umsetzbar zu machen, war ein zentrales Anliegen des Modellprojekts. Mithilfe des vorliegenden Transfermodells, das im Rahmen von SEKMA entwickelt wurde, können auch andere Einrichtungen das Entlassmanagement sektorübergreifend optimieren und alle relevanten Partner miteinander verbinden.